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Immer auf der Suche nach neuen Airlines und Flughafen, sprang mir irgendwann der ungarische Lowcostcarrier Wizz Air ins Auge, der ab Lübeck mehrmals wöchentlich ins polnische Danzig fliegt. Da ich allerdings nicht mehrere Nächte bleiben konnte, musste ich nach Alternativen suchen, das Ergebnis Hamburg-Düsseldorf mit Air Berlin und Dortmund-Danzig-Lübeck mit Wizz Air.

Wie immer gestaltete sich die Suche nach dem passenden Termin schwierig, denn auf allen Strecken wollte ich möglichst den günstigsten Tarif haben, Mitte August wurde ich dann fündig. So sollte es am 14.8. am Morgen mit der dba (inzwischen Air Berlin) von Hamburg nach Düsseldorf gehen, da ich noch nie dort war, war eigentlich ein Stadtbummel geplant. Am Abend war eine Übernachtung im Etap Hotel Holzwickede direkt am Dortmunder Flughafen geplant, wo ich bereits im Jahr zuvor schon einmal war, denn der Flug nach Danzig sollte schon am frühen Morgen des 15.8. sein. Wer sich jetzt die Frage stellt, wieso kein Hotel in Danzig sondern in Dortmund, die Antwort ist einfach, es war einfach billiger.

Noch recht müde ging es dann am 14. am frühen Morgen zum Hamburger Flughafen, vorher schon Onlinecheckin gemacht und die erste Enttäuschung erlebt, statt Fokker 100 sollte es nun mit Boeing 737-300 nach Düsseldorf gehen. Am Airport nochmal eine richtige Bordkarte am Schalter geholt und dann durch die Sicherheitskontrolle zum Gate, die Maschine kam pünktlich aus Düsseldorf und damit die nächste Enttäuschung, es war die D-ADIC, mit der ich bereits im Winter einmal geflogen bin, das heißt zwei dba Flüge im Leben und das auf der selben Maschine. 

Auf diesem Flug konnte ich das erste Mal die neue Air Berlin Uniform bewundern, doch muss sagen, sieht ganz schick aus. Ansonsten gab es auf diesem innerdeutschen Flug den alten dba Service, eine kleine Laugenstange und Getränke, immerhin mehr als Lufthansa in der Holzklasse so bietet. Der Sitzabstand und die Sitze in den dba Boeings sind schon ein Tick angenehmer als den Charterbombern von Air Berlin und so verging der kurze Hüpfer nach Düsseldorf International quasi wie im Flug. In Düsseldorf ging es dann auf eine Außenposition und mit dem Bus zum Terminal, irgendwie finde ich mich hier am Flughafen nie so wirklich zu recht, finde da die Bauweise von Hamburg schon übersichtlicher, naja.

Auf Grund des guten Wetters und meiner Müdigkeit, entschied ich mich gegen einen Besuch der Düsseldorfer Innenstadt und besuchte für die nächsten Stunden zunächst die Aussichtsterrasse am Terminal und später am Flughafenbahnhof, war mal wieder interessant. Am Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg nach Dortmund, mit dem Zug ist man ja relativ schnell in Holzwickede, dort verkehrt dann ein Shuttlebus zum Flughafen, diesmal entschied ich mich aber zu Fuß zu gehen und die Entscheidung war auch nicht falsch, der Weg ist kurz und so war ich schnell beim Etap angekommen. Dort in der Nähe befindet sich ein Lidl Markt und Mc Donalds sowie mehre kleine Imbisse. 

Zuerst ging ich noch etwas Reiseproviant kaufen und danach gab es zum Abendessen lecker Currywurst, mal nicht bei Mc Donalds. Danach im Bett noch etwas TV geschaut und versucht früh einzuschlafen, gelang sogar. Am nächsten Morgen pünktlich vom Wecker geweckt worden, eigentlich hätte ich noch länger schlafen können, aber ich gehe da immer auf Nummer sicher, so war ich dann auch schon 2 Stunden vor Abflug im Terminal, man läuft nur 10 Minuten vom Hotel aus. 

Checkin war noch nicht geöffnet aber ich stellte erstaunt fest, dass Wizz Air am Morgen ab Dortmund vier Ziele in Polen anfliegt, neben Danzig noch Breslau, Warschau und Kattowitz (Posen wohl auch). Dann bald eingecheckt, bei Wizz Air steigt man später auch nach Bordingnummern ins Flugzeug ein oder man bezahlt extra um zuerst einzusteigen. Dann Sicherheitskontrolle, irgendwie hab ich das Gefühl auf Regionalairports wird man strenger kontrolliert, und dann zur Passkontrolle.

Nach und nach trafen dann die Maschinen aus Polen ein, auch unser Airbus 320, pünktlich ging es dann zu Fuß zur Maschine, die Maschine am Morgen war sehr neu, abends ging es dann mit einer älteren zurück, welche noch nicht die neue Kabinenausstattung hatte. Die Flugbegleiter waren freundlich und auch sonst machte Wizz Air einen guten Eindruck. Pünktlich ging es dann Richtung Danzig, eigentlich auch nur ein kurzer Hüpfer von einer Stunde, im Anflug hatte ich einen tollen Ausblick auf die Stadt Danzig sowie die umliegenden Städte Sopot und Gdynia. Der Flughafen von Danzig ist recht übersichtlich und eigentlich fast zu klein für die Menschenmengen, die dort abgefertigt werden.

Mit dem Bus ging es in nicht ganz einer Stunde in die Stadt, leider war am 15. ein großes Sportevent und die Stadt brechend voll mit Leuten, es war eine Strecke abgesperrt, hier fuhren Radfahrer und Inlineskater. Außerdem war fast die ganze Altstadt ein großer Markt, wo man eigentlich von A bis Z alles kaufen konnte. Mehr als schade, da so oftmals der Blick auf die doch sehr schönen alten Häuser verstellt war. Gefallen hat es mir trotzdem und gerade wegen der nicht optimalen Bedingungen für eine Stadtbesichtigung, werde ich wohl noch einmal hinfliegen, dann wohl mit Eurolot ab Hamburg. Zum Mittag gab es dann noch eine Pizza, ok, war nicht so der Bringer, Zentimeter dick Käse und kaum Tomatensauce, im Nachhinein hab ich verstanden, wieso man extra Sauce bestellen kann.

Dann ging es mit dem Bus zurück zum Flughafen, im viel zu kleinen Terminal dann eingecheckt und nochmals bisschen raus in die Sonne gesetzt. Dann wieder zur Sicherheitskontrolle, hier nahm man es gar nicht so genau, selbst gefüllte Wasserflaschen wurden nach kurzer Inspektion erlaubt. Auch der Warteraum war viel zu klein und überfüllt, die Toilettensituation ist schon fast nicht hinnehmbar. Irgendwann landete dann unsere Maschine, die nach Lübeck fliegen sollte, war zum Glück eine andere als am Morgen.

Der Flug war dann im Prinzip genauso wie der Hinflug, Wizz Air hat sich insgesamt als sympathisch erwiesen. Pünktlich erreichten wir Lübeck, ein Vorteil bei solch Miniflughäfen, man ist in wenigen Minuten vom Flieger vor der Tür. So schaffte ich sogar noch den Bus zum Bahnhof. Wusste leider nicht genau, wann der Zug nach Lüneburg abfährt, hatte da schon etwas Panik, noch eine Stunde warten zu müssen, aber schaffte es locker. Noch mal etwas über eine Stunde Fahrt und ich war endlich zu Hause. Es war anstrengend aber schön, vor allem weil auch das Wetter mitgespielt hat und (was bei mir ja nicht so häufig vorkommt) ich mal wieder über Nacht weg war (und in einem Hotel und nicht am Flughafen geschlafen hab).

Bilder zu diesem Ausflug findet ihr hier >>klick<<